Nachdem seit einigen Jahren hier auf der Website nur die wichtigsten Artikel aktualisiert wurden, ist momentan gerade ein wenig Zeit (Februar), und ich möchte hier einen kleinen Rückblick der letzten Jahre machen, und wie es es mit dem Betrieb weitergeht:

 

Gesundheitlicher Rückblick: 

Nach meiner Krebserkrankung im Jahr 2012 und 2-maliger OP mit darauffolgender Bestrahlung und mehrmaliger hochdosierter Radiojodtherapie in Innsbruck ist der Betrieb auf ein Minimum zurückgegangen. 

Es war nach der 2.ten OP unklar, ob und wie es überhaupt weitergehen wird, da bei dieser OP sehr viel angegriffenes aus dem Halsbereich entfernt wurde. Zunächst die komplette Schilddrüse, aber leider auch alle Nebenschilddrüsen und mitunter einige Nerven, die dafür verantwortlich sind die rechte Hand seitlich hochzuheben. Bis heute ist mir das meiste davon geblieben, auch das rechte Augenlid hängt immer und die rechte Pupille. Beim Schlucken ist die rechte Seite gelähmt, aber gottseidank geht das Essen einigermaßen normal. Das einzige, das sich nach der OP gebessert hat, nachdem über 1 Jahr vorübergegangen ist, war nach einer REHA im Sommer 2013 in Bad Häring, dass meine rechte Gesichtshälfte seit einer Stromtherapie wieder einigermaßen funktioniert.

Neben unzähligen Terminen in Krankenhäusern habe ich während dieser schweren Zeit jedoch immer weitergearbeitet , meine Arbeit war eine sehr gute Ablenkung für mich.

Privater und betrieblicher Rückblick:

Zur Zeit der REHA hat meine Freundin Silvia die Stunden im Lagerhaus St. Valentin reduziert, bei dem sie gearbeitet hat, um während meiner Abwesenheit zumindest den Betrieb am Laufen zu halten. Seit diesem Zeitpunkt ist sie bei mir angemeldet.

Einige Monate nach der REHA bin ich mit Silvia und ein paar weiteren Familienmitglieder in die USA gereist. Dort habe ich Silvia an einem Canyon kurz vor Las Vegas einen - für mich -  unvergesslichen Heiratsantrag gemacht. 

Silvia hat JA gesagt, und so haben wir, daheim wieder angekommen und nach noch ein paar Wochen Pause mit den Vorbereitungen für unsere Hochzeit begonnen.

Wir haben dann im Jahr 2015 am 15.5.2015 am Standesamt in Steyr geheiratet, und uns eine Woche darauf das kirchliche JA-Wort in der Pfarrkirche Aschach vor einer großen Anzahl an Gästen gegeben.

Nach der Hochzeitreise im Herbst 2015 habe ich meine Tante Theresia Schedlberger für 10 Stunden in der Woche bei mir angestellt. Seither unterstützt sie uns tatkräftig Montag und Freitag im Verkauf und Samstags bei der Reinigung.

Und wie es so ist, wenn man verheiratet ist, gehören auch Kinder dazu, und Silvia wurde im Herbst 2015 schwanger. Zur selben Zeit waren wir auch schon sehr intensiv mit der Standortsuche beschäftigt. Wir waren kurz davor in Aschach bei einem Standort zuzuschlagen, und hätten auf der grünen Wiese bauen wollen.

Für mich kam eigentlich nur Aschach in Frage, da hier die meisten meiner Kunden sind. Aber nach einigen bürokratischen Hürden und trotz intensiver Mithilfe der Gemeinde Aschach waren wir uns dann nicht mehr ganz so sicher ob es dort wirklich so passt. Und wie es der Zufall so will, haben wir ziemlich genau zur selben Zeit von jemandem aus der Familie von einem Haus erfahren, ganz in der Nähe von meinem Elternhaus, das verkauft werden sollte.

Beim ersten Mal hinfahren haben wir uns gedacht, das geht überhaupt nicht, das Haus ist so abgelegen, da findet uns keiner. Dort sagen sich Fuchs und Henne Gute Nacht

 

Wir hatten einige Treffen mit den Besitzern vom Haus, aber auch mit der Gemeinde Steinbach, denn, obwohl das Haus nichtmal 2 km vom jetzigen Standort beim Großschreiner entfernt ist, gehört es schon zum Bezirk Kirchdorf, in der Gemeinde Steinbach/Steyr. 

Nachdem wir auch von der Gemeindeseite die Zusage für Unterstützung in Steinbach hatten, mussten wir wählen, entweder für den Standort in Aschach und dort von Null an alles neu bauen auf die grüne Wiese, wo wahrscheinlich neben der Bundesstraße eine hohe Kundenfrequenz ist und wo wir dadurch auch einiges mehr Personal gebraucht hätten (auch mehr Risiko) und aber aufgrund der Ortsnähe einiges an zusätzlichen bürokratischen Hürden zu meistern sind, oder:

der Standort in der Nähe vom Elternhaus, wo der Wohnbereich  eigentlich schon 99 % perfekt ist und uns gefällt, noch keine Renovierungen die nächsten Jahre anstehen, und nur der unter Teil vom Haus, mit dem wir sowieso nichts angefangen hätten, zu sanieren, und umzubauen für die Fleischerei.

Bei der Wahl müssten wir aber auf Grund des abgelegenen Standorts mit wenig(er) Kunden rechnen, aber dafür ein kleiner Familienbetrieb wie bisher bleiben, wo ich alleine mit der Arbeit auskomme, mit der Unterstützung meiner Frau und meiner Tante im Verkauf.

Aber wie gesagt, meine Frau Silvia war zu dem Zeitpunkt schon schwanger, und wir mussten rasch konkret werden mit unseren Plänen und bald eine Entscheidung treffen.

Nachdem wir uns gegen eine Expansion entschlossen haben um auch auf weitere Zeit so ein kleiner Betrieb zu bleiben wie bisher, aber auch unseren Kindern die Möglichkeit zu geben auf dem Land aufzuwachsen, mit eigener kleiner Tierhaltung, haben wir noch im Frühjahr 2016 den Kaufvertrag für das Haus unterschrieben. 

Im Juni 2016 kam unsere Tochter Melanie auf die Welt. Ab dem Zeitpunkt waren wir eine richtige Familie @@@@@. Wir wohnten die erste Zeit noch beim Großschreiner und sind mit 1. Oktober 2016 zuerst mal privat umgesiedelt.

Nach einigen Treffen mit der Gemeinde, und auch Vorgesprächen mit der BH wurden dann alsbald Vorbereitungen begonnen, den Betrieb vom Großschreiner an den neuen Standort umzusiedeln.

Zunächst einmal mit einer längeren Planungsphase. Der Platz dort ist sehr begrenzt, auch wenn nicht ganz 1 ha Grund landwirtschaftlicher Grund dabei sind, ist die ebene Fläche dort nur ein Minimum. Mit den ersten Umbauarbeiten wurde im Herbst 2017 begonnen. Wo ich jedoch an anderer Stelle noch genauer berichten möchte.

Momentan ist Februar 2018 und aussen noch nicht viel möglich, daher wird momentan noch viel innen gearbeitet. Für die Einreichung zur gewerbebehördlichen Betriebsanlagengenehmigung musste ich einige Gutachten einholen, die haben ihre Zeit gedauert, und jetzt erst ist endlich alles beisammen, und nächste Woche wird bei der BH eingereicht, und ab einem OK der BH darf erst begonnen werden aus der bisherigen Halle ein Gewerbebetrieb zu machen. 

Das heißt, es werden jetzt noch einige Monate vergehen, bis am neuen Standort eröffnet werden kann. Bis dorthin läuft alles am alten Standort beim Großschreiner weiter.

Sobald am neuen Standort eröffnet wird, hört sich beim Großschreiner der Verkauf auf. Der Buschenschank meiner Mutter wird dort ebenfalls geschlossen. Aber sie wird uns die erste Zeit am neuen Standort noch unterstützen, damit ihre Stammkunden weiterhin zu uns jausnen kommen können, da wir einen kleinen Imbissbereich bekommen.

Ich hoffe Sie haben Verständnis dass die Website oft nicht aktueller ist, aber wie sie gelesen haben, war in den letzten Jahren immer was los. Ich möchte in Zukunft - wenns passt - hier wieder öfters was schreiben (auf Facebook bin ich schon seit Jahren nicht mehr).

 

Nachtrag Mitte April 2018:

Leider verzögert sich die Einreichung für die Betriebsanlagengenehmigung noch immer, und ich bin mittlerweile schon sehr frustriert darüber. Es sind einige Firmen beteiligt, die soviel zu tun haben, dass, auch wenn es nur kleinste Änderungen gibt, Wochen vergehen. Uns so ist das schönste Wetter draussen, und wir können nicht viel machen.

Einiges, das nicht bewilligungspflichtig ist oder schon bewilligt ist, geht trotzdem voran. Letzte Woche wurde die Absturzsicherung vom Parkplatz montiert, und nächste Woche wird mit dem Bau der Kläranlage begonnen. 

Auch privat ist einiges los, unsere Tochter Melanie wird voraussichtlich Mitte Oktober ein kleines Geschwisterchen bekommen, worauf wir uns schon sehr freuen :).

Gestern haben wir uns wieder vom Biohof Eigner in Aschach Lämmer geholt. 

Sie werden wieder bis zum Herbst die Zeit bei uns verbringen und das beste Futter zum Fressen bekommen, bei ständiger Freilandhaltung.

Unsere Tochter Melanie hat jetzt schon ihren Spaß daran :)

Schafe 2018
Schafe 2018