Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen - in diesem Sinne, wollen auch wir unseren Teil dazu beitragen, und ab sofort ist die Ausschank bis auf unbestimmte Zeit geschlossen.

In der Fleischerei sind wir weiterhin zu den gewohnten Öffnungszeiten für Sie da - jedoch maximal bis 19 Uhr!

Auch einen Mangel an unseren Produkten wird es so schnell nicht geben, mir war es vor einigen Wochen schon fast klar, dass es zu solchen Situationen kommen wird, und ich habe mich rechtzeitig mit den meisten Produkten (Gewürze, Salz, Wursthüllen) eingedeckt. Auch Frischfleisch und alle anderen Wurstprodukte wird es - solange nicht alle meiner Zulieferbetrieben unter Quarantäne stehen,  ganz normal weiter geben. 

Also kein Grund zu Hamsterkäufen. Wir geben weiterhin unser Bestes! 

Und einen kleinen Vorteil gibt's bei uns auch noch - die Wahrscheinlichkeit mit vielen anderen Kunden in Kontakt zu kommen, ist bei uns ebenfalls geringer, da wir nicht so eine große Kundenfrequenz haben und sich das Ganze bei uns auf den Tag über verteilt.

Bei uns gibts auch weiterhin viele andere Grundnahrungsmittel wie beispielsweise Frisch-Milch, Brot, Eier, Milch, Mehl, Zucker, Kartoffeln, Nudeln, Zwiebel-TK geschnitten. Auch Getränkemäßig alles vorhanden, Bier, Wein, Most, Säfte, Schnäpse & Liköre- In Haushaltsmengen!
Kommt wieder was frisch rein, werd ich das dann immer online stellen unter "Heute Frisch".

 

Auch beim Desinfektionsmittel kann ich eventuell aushelfen, ist es überall ausverkauft, empfiehlt die WHO es selbst herzustellen. Rezept unter folgendem Link:

https://www.who.int/gpsc/5may/Guide_to_Local_Production.pdf?ua=1 

Das dazu notwendige Wasserstoffperoxid ist bei mir in größeren Mengen vorrätig. 

 

Da momentan JEDER ein potentieller Überträger sein kann, und zu uns auch andere Kunden kommen, und damit wir die Wahrscheinlichkeit reduzieren können, dass wir somit selbst zum Überträger werden könnten, bitten wir darum, dass ausreichend Abstand zu uns, zu unseren Familienmitgliedern, aber auch anderen Kunden gehalten wird!

Wir bitten daher darum, dass sich maximal 1 Kunde in unserem Geschäft aufhält! Am besten, Sie warten im Auto, bis der vorige Kunde unser Geschäft wieder verlassen hat.

 

In diesem Sinne - wünsche ich allen: "Bleibts gsund!", und ich werde jetzt wieder, Sonntag vormittag, die Arbeit unten im Betrieb aufnehmen, damit wieder genug für Sie da ist.

 

Euer "Systemerhalter"

Fleischermeister 

Karl Schedlberger

Ein kurzer Bericht über die aktuelle Preisentwicklung.

Nachdem die Preise die letzen Wochen und Monate aufgrund der großen Nachfrage aus China wegen der Afrikanischen Schweinepest förmlich explodiert sind, kommen wir nicht drum herum, ebenfalls die Preise anzupassen.

Bisher war es immer so, dass sich der Schweinemarkt immer in etwa gleichmäßig auf und ab bewegt hat, man spricht hier vom "Schweinezyklus". Bei mir wird das Ganze immer und über einen längeren Zeitraum dokumentiert, und auf Basis dieser Daten wird für meinen Betrieb der Durchschnittseinkaufspreis errechnet, der dann die Grundlage für meine Kalkulation ist.

Mangels Zeit während der Baustelle, und da der Schweinepreis sich im Durchschnitt immer in etwa gehalten hat, hatten wir jetzt fast 3-4 Jahre dieselben Verkaufs-Preise, nur mit minimalsten Anpassungen. Da war der Durchschnittseinkaufpreis brutto für mich eine Schweinehälfte geschlachtet pro kg bei etwa 2,30 € (inklusive aller nicht verwertbaren Teile!).

Mit den neuen Preisen, die ab morgen, 4.3.2020 gelten, habe ich einmal in etwa mit 2,48 €/ kg brutto Einkaufspreis im Jänner begonnen zu kalkulieren. Jetzt, wo ich damit fertig bin, sind für den Durchschnittsbeobachtungszeitraum die Preise eigentlich schon wieder ÜBER den kalkulierten 2,48 €/kg, und es wird bei mir vermutlich die nächsten Wochen noch eine Anpassung geben, da ich momentan eigentlich die Schweinehälfte mit 2,86/kg brutto einkaufe (fast 25% teurer als die letzten Jahre), und laut Experten der Einkaufspreis die nächsten Wochen nochmals um etwa 30-35 Cent steigen wird.

Neben den gestiegenen Rohstoffpreisen, haben sich auch die Fixkosten hier am neuen Standort fast verdoppelt. Ich kann die gestiegenen Kosten in der kurzen Zeit gar nicht so weitergeben wie ich eigentlich sollte - das heißt umgekehrt- ich arbeite aktuell zu einem Stundenlohn, der weniger ist, als wenn ich woanders arbeiten gehe.
Ich bitte daher um Verständnis, dass ich zumindest einen Teil der gestiegenen Kosten weitergeben muss!

Quelle: Schweinebörse.at