Ein kurzer Bericht über die aktuelle Preisentwicklung.

Nachdem die Preise die letzen Wochen und Monate aufgrund der großen Nachfrage aus China wegen der Afrikanischen Schweinepest förmlich explodiert sind, kommen wir nicht drum herum, ebenfalls die Preise anzupassen.

Bisher war es immer so, dass sich der Schweinemarkt immer in etwa gleichmäßig auf und ab bewegt hat, man spricht hier vom "Schweinezyklus". Bei mir wird das Ganze immer und über einen längeren Zeitraum dokumentiert, und auf Basis dieser Daten wird für meinen Betrieb der Durchschnittseinkaufspreis errechnet, der dann die Grundlage für meine Kalkulation ist.

Mangels Zeit während der Baustelle, und da der Schweinepreis sich im Durchschnitt immer in etwa gehalten hat, hatten wir jetzt fast 3-4 Jahre dieselben Verkaufs-Preise, nur mit minimalsten Anpassungen. Da war der Durchschnittseinkaufpreis brutto für mich eine Schweinehälfte geschlachtet pro kg bei etwa 2,30 € (inklusive aller nicht verwertbaren Teile!).

Mit den neuen Preisen, die ab morgen, 4.3.2020 gelten, habe ich einmal in etwa mit 2,48 €/ kg brutto Einkaufspreis im Jänner begonnen zu kalkulieren. Jetzt, wo ich damit fertig bin, sind für den Durchschnittsbeobachtungszeitraum die Preise eigentlich schon wieder ÜBER den kalkulierten 2,48 €/kg, und es wird bei mir vermutlich die nächsten Wochen noch eine Anpassung geben, da ich momentan eigentlich die Schweinehälfte mit 2,86/kg brutto einkaufe (fast 25% teurer als die letzten Jahre), und laut Experten der Einkaufspreis die nächsten Wochen nochmals um etwa 30-35 Cent steigen wird.

Neben den gestiegenen Rohstoffpreisen, haben sich auch die Fixkosten hier am neuen Standort fast verdoppelt. Ich kann die gestiegenen Kosten in der kurzen Zeit gar nicht so weitergeben wie ich eigentlich sollte - das heißt umgekehrt- ich arbeite aktuell zu einem Stundenlohn, der weniger ist, als wenn ich woanders arbeiten gehe.
Ich bitte daher um Verständnis, dass ich zumindest einen Teil der gestiegenen Kosten weitergeben muss!

Quelle: Schweinebörse.at